Häufige Fragen

a. Die versicherte Person wechselt zu einem Arbeitgeber, der ebenfalls bei der KZVK beteiligt ist

Wechselt die versicherte Person zu einem Arbeitgeber, der ebenfalls Beteiligter der KZVK ist, kann die versicherte Person einen neuen Vertrag über eine freiwillige Versicherung abschließen. Der neue Arbeitgeber zahlt die Beiträge dann in den bereits bestehenden Versicherungsvertrag ein. Es ist kein Antrag auf Überleitung zu stellen.

b. Der neue Arbeitgeber ist Beteiligter einer anderen kirchlichen oder kommunalen Zusatzversorgungseinrichtung, mit der die KZVK ein Abkommen auf Überleitung abgeschlossen hat

Die Rentenanwartschaft kann auf die dortige Versorgungseinrichtung übertragen werden. Der dafür erforderliche Antrag ist bei der Versorgungseinrichtung erhältlich, auf die die Anwartschaft übertragen werden soll.

c. In allen anderen Fällen

Nach dem Betriebsrentengesetz haben die Versicherten unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Übertragung des Wertes der Rentenanwartschaft auf den neuen Arbeitgeber. Der neue Arbeitgeber ist verpflichtet, der versicherten Person eine dem Übertragungswert entsprechende Zusage zu erteilen. Er ist außerdem verpflichtet, die Zusage über einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung durchzuführen. Die neue Versicherungseinrichtung überprüft für den Versicherten, ob er die Anwartschaft der KZVK auf sie übertragen kann.

Wichtig

Die versicherte Person ist nicht verpflichtet, die freiwillige Versicherung überzuleiten oder zu übertragen. Die Versicherung kann entweder mit eigenen Beiträgen fortgeführt oder beitragsfrei gestellt werden. So können die Versicherten weiter von den günstigen Konditionen der KZVK profitieren.

Ja, die Höhe der Beiträge kann je nach der finanziellen Situation angepasst werden. Die freiwillige Versicherung bei der KZVK zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus. Jährliche Zusatzzahlungen ermöglichen es, die steuerliche Förderung voll auszuschöpfen. In Zeiten ohne Einkommen kann die Versicherung beitragsfrei gestellt werden. Dies kann zum Beispiel während einer längeren Krankheit oder einer Elternzeit der Fall sein. Zusätzlich ist es möglich, entsprechend der persönlichen Verhältnisse das Risiko der Erwerbsminderung jederzeit ein- oder ausschließen.

Ja, grundsätzlich muss bei einem Wechsel der Arbeitsstelle die Anwartschaft aus der Pflichtversicherung zum neuen Arbeitgeber mitgenommen werden. Was es dabei zu beachten gibt, hängt davon ab, wo der neue Arbeitgeber die Zusatzversorgung durchführt.

a. Neuer Arbeitgeber ist ebenfalls bei der KZVK Köln beteiligt

Ist der neue Arbeitgeber ebenfalls bei der KZVK Köln beteiligt, meldet auch er die versicherte Person zur Pflichtversicherung an. Die Beiträge fließen dann automatisch in den bereits bestehenden Versicherungsvertrag ein. In diesem Fall muss kein Antrag auf Überleitung gestellt werden.

b. Neuer Arbeitgeber ist bei einer anderen kirchlichen oder kommunalen Zusatzversorgungseinrichtung beteiligt

Zwischen der KZVK Köln und den anderen Zusatzversorgungseinrichtungen des öffentlichen und kirchlichen Dienstes besteht eine Vereinbarung zur Überleitung der Pflichtversicherung. Der dafür erforderliche Antrag auf Überleitung ist beim neuen Arbeitgeber oder der neuen Zusatzversorgungskasse erhältlich. Im Rentenfall sind dann alle Versicherungszeiten bei der zuletzt zuständigen Zusatzversorgungskasse zusammengefasst. Diese Kasse ist bei Eintritt des Rentenfalles auch für die Zahlung der Rente zuständig.

c. Neuer Arbeitgeber ist Beteiligter bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL)

Mit der VBL besteht keine Überleitungsvereinbarung. Die Rentenanwartschaft verbleibt daher bei der KZVK. Die Pflichtversicherung wird beitragsfrei gestellt. Die bis dahin erworbenen Anwartschaften bleiben der versicherten Person voll erhalten.

Mit der VBL besteht aber ein gesondertes Abkommen für den Rentenfall. Darin verpflichten sich die KZVK und die VBL im Rentenfall gegenseitig die Versicherungszeiten anzuerkennen. Das bedeutet, dass die Zeiten für die Erfüllung der Wartezeiten addiert werden. So können die Rentner oder Rentnerinnen auch dann eine Rente erhalten, wenn Sie zwar nicht bei der einzelnen Kasse, insgesamt aber bei beiden Kassen die Wartezeit erfüllt haben. Sie erhalten dann von jeder Kasse eine Versicherungsleistung aus den dort zurückgelegten Versicherungszeiten. Die Rentenhöhe wird dadurch in der Gesamtheit nicht verringert. Bei jeder Kasse ist ein Rentenantrag zu stellen.

d. Neuer Arbeitgeber ist weder bei einer kirchlichen noch bei einer Zusatzversorgungseinrichtung des öffentlichen Dienstes beteiligt

Nach dem Betriebsrentengesetz haben Versicherte unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Übertragung des Wertes der Rentenanwartschaft auf den neuen Arbeitgeber. Eine Übertragung kommt grundsätzlich nur in Betracht, wenn der Pflichtversicherung eine nach dem 31. Dezember 2004 erteilte Zusage zugrunde liegt. Zusagezeitpunkt ist bei der Pflichtversicherung regelmäßig der Beginn des Arbeitsverhältnisses. Der neue Arbeitgeber ist verpflichtet, der versicherten Person eine dem Übertragungswert entsprechende Zusage zu erteilen. Er ist außerdem verpflichtet, die Zusage über einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung durchzuführen.

Betriebsrenten dienen dazu, den Lebensunterhalt im Alter abzusichern. Eine Abfindung ist daher nur in bestimmten Fällen möglich, in der Regel bei sogenannten Kleinbetragsrenten. Wenn die Renten einen bestimmten Grenzbetrag nicht übersteigen, werden sie grundsätzlich abgefunden. Dieser Grenzbetrag ist im Sozialgesetzbuch festgelegt und wird jedes Jahr neu ermittelt. Im Jahr 2021 beträgt er 32,90 Euro für das Westgebiet und 31,15 Euro für das Ostgebiet.

Nein, mit einer Übertragung einer freiwilligen Versicherung im Rahmen der Portabilität kann die Wartezeit nicht erfüllt werden. Bei der Übertragung wird der versicherungsmathematische Barwert der Versorgungspunkte in eine freiwillige Versicherung bei der neuen Zusatzversorgungskasse übertragen – keine Beitragsmonate.

In der freiwilligen Versicherung gibt es keine Wartezeit. Sobald der Barwert übertragen wurde, ist die freiwillige Versicherung unverfallbar.

Nein, die Einbeziehung der Mutterschutzzeiten, besonders der Zeiten vor dem Jahr 2002, führt nicht zwingend zu einer Erhöhung der Anwartschaft oder Betriebsrente.

Für die Versicherungszeiten vor 2002 wurde ein Besitzstand zum 31. Dezember 2001 (Startgutschrift oder Besitzstandsrente) ermittelt. Dieser Besitzstand berücksichtigt alle Versicherungszeiten vor dem 1. Januar 2002, also auch darin enthaltene Mutterschutzzeiten. In vielen Fällen wird sich der Besitzstand durch eine taggenaue Berücksichtigung der Mutterschutzzeiten nicht erhöhen. In anderen Fällen kann es zu einer geringfügigen Erhöhung kommen. Nur in wenigen Fällen führt die explizite Berücksichtigung der Mutterschutzzeiten zu einer Erhöhung des Besitzstandes. Es gibt sogar Fälle, in denen die taggenaue Berücksichtigung der Mutterschutzzeiten zu einer Reduzierung des Besitzstandes führen würde. In diesen Fällen bleibt aber der bisher festgestellte Besitzstand auf jeden Fall erhalten.

Selbst bei Mutterschutzzeiten ab dem 1. Januar 2002 kommt es nicht immer zu einer Erhöhung des Versorgungspunktekontos. Sind Mutterschutzzeiten ab dem 1. Januar 2002 zu berücksichtigen und hat das Arbeitsverhältnis wegen einer Elternzeit geruht, ist bereits für die Mutterschutzzeit nach der Geburt eine soziale Komponente aufgrund der Elternzeit berücksichtigt worden. Für jeden vollen Kalendermonat, in dem das Arbeitsverhältnis wegen der Elternzeit nach der Geburt ruhte, wurde ein fiktives zusatzversorgungspflichtiges Entgelt von 500 Euro berücksichtigt. Sollte das aufgrund der Neuregelung für die Mutterschutzzeiten ermittelte fiktive Entgelt niedriger sein, werden keine weiteren Versorgungspunkte gewährt. Sollte das ermittelte fiktive Entgelt höher sein, werden die bereits berücksichtigten Entgelte für die Elternzeit hiervon abgezogen und weitere Versorgungspunkte nur für die Differenz der Entgelte gewährt.

Ja, im Rahmen des sogenannten Härteausgleichs Ost können auch Zeiten vor 1997 in der ehemaligen DDR berücksichtigt werden. Dies ist dann der Fall, wenn

  • die versicherte Person schon vor dem 3. Oktober 1990 bei der katholischen Kirche beschäftigt war und
  • das Beschäftigungsverhältnis bis zum Rentenbeginn ununterbrochen fortbesteht.

Daher kann erst im Rentenfall geprüft werden, ob der Härteausgleich gewährt werden kann.

Ja, Betriebsrenten sind grundsätzlich zu versteuern, daher müssen die Leistungen der KZVK in der Steuererklärung angegeben werden.

Bis zu einem jährlich festgelegten Höchstbetrag sind die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur Zusatzversorgung steuerfrei. Die Rente aus diesen steuerfrei gezahlten Beiträgen muss später allerdings voll versteuert werden.

Beiträge, die über den Höchstbetrag hinausgehen, werden voll oder pauschal versteuert. Die sich daraus ergebende Rente ist daher nur mit dem Ertragsanteil zu versteuern. Das Gleiche gilt für Renten, die vor 2002 erwirtschaftet wurden. Staatlich geförderte Riester-Renten sind ebenfalls voll steuerpflichtig.

Die KZVK verschickt jährlich eine Mitteilung über die gezahlten Renten des Vorjahres. Wenn in der Ansparphase Beiträge unterschiedlich besteuert wurden, dann werden die sich daraus ergebenden Rentenanteile getrennt ausgewiesen. Diese müssen in die Anlage R Seite zwei der Einkommensteuererklärung übertragen werden.

Weitere Informationen zur Besteuerung von Betriebsrenten sind auf der Seite Rentenbesteuerung zu finden.

Grundsätzlich sind Zulagen aus einem Riester-Vertrag jährlich zu beantragen. Dafür übersendet die KZVK den Versicherten zu Jahresbeginn einen entsprechenden Antragsvordruck. Liegt der KZVK schon ein Dauerzulagenantrag vor, werden die Zulagen für die Versicherten von der KZVK beantragt. Dazu benötigt die Kasse lediglich eine formlose Vollmacht vom Versicherten. Diese kann jederzeit widerrufen werden. Ändern sich die persönlichen Verhältnisse des Versicherten, kann dies Einfluss auf die Zulagen haben. Die Änderungen können mithilfe eines Änderungsantrags mitgeteilt werden.

Von 2016 bis 2019 hat die KZVK einen pauschalen Finanzierungsbeitrag erhoben. Die Rechnungsstellung erfolgte letztmalig Ende 2019, seit dem 1. Januar 2020 gilt das neue Finanzierungssystem.