Glossar

Die nachgelagerte Besteuerung bedeutet, dass Einkünfte aus Renten in voller Höhe der Einkommensteuerpflicht (abzüglich Freibeträge) unterliegen. Im Gegenzug werden Beiträge zur Altersversorgung in der Erwerbs- bzw. Ansparphase einkommensteuerrechtlich freigestellt.

Bis 2004 wurden Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und berufsständischen Versorgungswerken mit dem sogenannten Ertragsanteil besteuert.

Seit dem 1. Januar 2005 ist die Besteuerung von Vorsorgeaufwendungen und Altersbezügen durch das Alterseinkünftegesetz neu geregelt worden. In der gesetzlichen Rentenversicherung und den berufsständischen Versorgungswerken wird seit 2005 schrittweise bis 2040 zur nachgelagerten Besteuerung übergegangen.

Seit 2005 sind die dorthin gezahlten Beiträge zu mindestens 60 Prozent steuerlich absetzbar. Jährlich steigt dieser Anteil um zwei Prozentpunkte. Ab dem Jahr 2025 sind die Beiträge bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro vollständig abziehbar. Im Gegenzug dazu steigt seit 2005 der Anteil der Rente, der zu versteuern ist. Ab 2040 sind gesetzliche Renten und Renten aus den berufsständischen Versorgungswerken komplett zu versteuern (Besteuerungsanteil).

Beiträge an die KZVK können bis zu einer Grenze von acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze West in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei eingezahlt werden. Im Jahr 2021 sind das 6.816 Euro.

Rentenanteile, die aus diesen steuerfreien Beiträgen resultieren, sind in der Auszahlungsphase voll steuerpflichtig. Gleiches gilt für Riester-Renten, da deren Beiträge in der Ansparphase mit Zulagen und gegebenenfalls steuerlichem Sonderausgabenabzug gefördert werden.

Nach dem Betriebsrentengesetz hat die beschäftigte Person einen Anspruch auf Entgeltumwandlung. Im Rahmen der Netto-Entgeltumwandlung werden Teile des künftigen Nettolohns in betriebliche Altersversorgung umgewandelt. Diese Beträge werden vom Arbeitgeber vom individuell versteuerten Nettolohn einbehalten und in eine freiwillige Versicherung bei der KZVK eingezahlt.

Im Rahmen einer Riester-Förderung wird die Netto-Entgeltumwandlung mit Zulagen und gegebenenfalls einem Sonderausgabenabzug staatlich gefördert.

Bei einer Neuzusage handelt es sich um eine Versorgungszusage, die nach dem 31. Dezember 2004 erteilt wurde.

Die bisherige Unterscheidung zwischen Alt- und Neuzusage hinsichtlich der Besteuerung und Sozialversicherungspflicht der Beiträge an die KZVK entfällt ab dem 1. Januar 2018. 

Bilanzierungsvorschrift nach §253 HGB, die die Abwertung von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens unter bestimmten Voraussetzungen vorschreibt. Unterschieden wird in das strenge und das gemilderte Niederstwertprinzip. Das strenge findet Anwendung auf das Umlaufvermögen, das gemilderte auf das Anlagevermögen.

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