Häufige Fragen

Wird die freiwillige Versicherung nach Ende des Arbeitsverhältnisses fortgeführt, ist der Versicherte sowohl Versicherungsnehmer als auch Beitragszahler. Aus diesem Grund ist der Versicherungsvertrag anzupassen. Die neuen Daten können der KZVK mit dem Änderungsantrag mitgeteilt werden. Anschließend erhält der Versicherte einen neuen Versicherungsschein.

Wurde bisher eine Brutto-Entgeltumwandlung vereinbart, kann diese als Netto-Entgeltumwandlung mit oder ohne Riester-Förderung weiter fortgeführt werden. Ein Riester-Vertrag oder eine Netto-Entgeltumwandlung ohne Riester-Förderung können einfach mit Eigenbeiträgen weitergeführt werden.

Die Rentnerinnen erhalten nach Prüfung und Erfassung der relevanten Mutterschutzzeiten eine Mitteilung über die Neufestsetzung der Betriebsrente. Bei einer Erhöhung durch die Berücksichtigung der Mutterschutzzeiten erfolgt eine Nachzahlung. Dabei werden bestimmte Fristen beachtet (siehe auch die Antwort zur Frage nach Fristen).

Die Versicherten erhalten eine Mitteilung darüber, ob und in welcher Höhe die nun einbezogenen Mutterschutzzeiten die Anwartschaft erhöht haben.

Da sehr viele Versicherte und Rentenberechtigte von der Neuregelung betroffen sein können, wird die Bearbeitung der Anträge Zeit in Anspruch nehmen. In vielen Fällen wird die Berücksichtigung der Mutterschutzzeiten zu keiner oder nur zu einer geringen Erhöhung führen.

Bis zum 31. Dezember 2001 wurden die Renten der KZVK im so genannten Gesamtversorgungssystem berechnet. Dieses sagte den Versicherten eine Gesamtversorgung ähnlich der eines Beamten zu. Die Gesamtversorgung setzte sich aus gesetzlicher Rente und Zusatzrente zusammen. Ab dem 1. Januar 2002 trat an seine Stelle das Punktemodell. In diesem werden Beiträge in die Zusatzrente eingezahlt und in Versorgungspunkte umgewandelt.

Die bis zum Systemwechsel 2001/2002 erworbene Rentenanwartschaft wurde in Versorgungspunkte umgewandelt. Anschließend wurden die Punkte als sogenannter Besitzstand in das neue Punktemodell übertragen. Dadurch ist gewährleistet, dass auch die Zeiten vor 2002 bei der Rente berücksichtigt werden. Die Höhe des Besitzstandes wurde den Versicherten in einer Startgutschrift mitgeteilt.

Seit dem 1. Januar 2012 sind von den Arbeitgebern Zeiten des Mutterschutzes an die KZVK zu melden. Für diese Zeiten sind von den Arbeitgebern keine Beiträge zu zahlen. Die Zeiten werden aber so berücksichtigt, als ob Entgelt gezahlt worden wäre. Hierfür ermittelt der Arbeitgeber ein fiktives Entgelt nach den Vorschriften des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (§ 21 TVöD) bzw. nach entsprechend vergleichbaren Regelungen. Damit erfolgt eine Gleichstellung wie bei einer Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Für Mutterschutzzeiten vor dem 1. Januar 2012 wird ein fiktives Entgelt ermittelt. Die Berechnung des Entgeltes erfolgt in diesen Fällen jedoch nicht durch den Arbeitgeber, sondern durch die KZVK aus den bereits im Versicherungskonto gespeicherten Entgelten des Jahres vor dem Beginn des Mutterschutzes. Hierfür wird aus dem gespeicherten Entgelt ein durchschnittliches kalendertägliches Entgelt berechnet. Dieses Entgelt wird für die Tage des Mutterschutzes zugrunde gelegt. Sollte kein Entgelt gespeichert sein, ermittelt die KZVK ein fiktives Entgelt aus weiteren Informationen des Versicherungskontos oder durch Rückfrage beim Arbeitgeber.

Die Altersteilzeit hat vor dem 1. Januar 2003 begonnen:
Es ist das tatsächlich gezahlte Entgelt zu melden. Der Beitrag wird aus diesem Entgelt gezahlt. Die KZVK erhöht das Entgelt anschließend auf 90 Prozent.

Die Altersteilzeit hat nach dem 31. Dezember 2002 begonnen:
Das tatsächlich gezahlte Entgelt ist mit dem Faktor 1,8 zu multiplizieren. Damit wird es auf 90 Prozent erhöht. Der Beitrag wird aus dem erhöhten Entgelt gezahlt.

Beiträge und Zulagen können in der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Damit wird die Einkommensteuer vermindert.

Die Beiträge werden von der KZVK elektronisch an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) gemeldet. Dazu benötigt die KZVK die schriftliche Einwilligung des Versicherten. Falls ein Dauerzulagenantrag gestellt wurde, gilt die Einwilligung automatisch als erteilt. Die ZfA leitet die Angaben zu den Beiträgen und Zulagen an das zuständige Finanzamt weiter. Der Sonderausgabenabzug wird mit dem Formular „Anlage AV der Einkommensteuererklärung“ beantragt. Das Finanzamt prüft grundsätzlich, ob im jeweiligen Fall die Zulagen oder die Steuerersparnis günstiger sind.

Beispiel:
Rentenbeginn01.11.2018
Besteuerungsanteil76 %
Rentenhöhe 01.11.20181.000,00 €
Rentenanpassung jeweils zum 1. Juli1 % (angenommen)
2018
2 x 1.000,00 €2.000,00 €
x 76 %1.520,00 €
./. Werbungskosten-Pauschbetrag   102,00 €
zu versteuern1.418,00
2019
6 x 1.000,00 €6.000,00 €
6 x 1.010,00 €6.060,00 €
Summe12.060,00 €
x 76 %  9.165,60 €
./. Werbungskosten-Pauschbetrag     102,00 €
zu versteuern 9.063,60
Ermittlung Freibetrag
  12.060,00 €Jahresbruttorente zweites Bezugsjahr
./. 9.063,60 €76 % festgelegter Besteuerungsanteil zum Rentenbeginn
   2.996,40 €auf Dauer festgeschriebener Steuerfreibetrag
2020
6 x 1.010,00 €  6.060,00 €
6 x 1.020,10 €  6.120,60 €
Summe12.180,60 €
./. Steuerfreibetrag in 2019 festgelegt  2.996,40 €
./. Werbungskosten-Pauschbetrag     102,00 €
zu versteuern  9.082,20 


Der zu versteuernde Bruttobetrag kann sich durch weitere steuermindernde Ausgaben verringern.

*Der Rentenfreibetrag ist der Teil der Rente, der nicht zu versteuern ist. Wieviel von der Rente versteuert wird, richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns.

Bisherige Arbeitszeit reduziert sich bei einer Altersteilzeit um 50 Prozent. Dies wirkt sich nur geringfügig auf die Höhe der Betriebsrente aus. Denn der Arbeitgeber unterstützt seinen Mitarbeiter beim gleitenden Übergang in die Rente. Im Falle einer Altersteilzeit stockt er den Beitrag zur Zusatzversorgung auf. Bei der Berechnung berücksichtigt er 90 Prozent des Entgeltes vor der Altersteilzeit. Dabei ist es unerheblich, ob für die Altersteilzeit das Teilzeit- oder das Blockmodell gewählt ist.

Während der Mutterschutzzeiten ruhte das Arbeitsverhältnis. Die Pflichtversicherung bestand ohne laufendes zusatzversorgungspflichtiges Entgelt fort. Umlagen und Beiträge mussten während dieser Zeit nicht vom Arbeitgeber entrichtet werden, aber es konnten auch keine weiteren Rentenanwartschaften erworben werden. Dies änderte sich mit der Einführung des Versorgungspunktemodells zum 1. Januar 2002. Ab diesem Zeitpunkt wurden für Mutterschutzzeiten nach der Geburt Versorgungspunkte wegen Elternzeit als soziale Komponente berücksichtigt.