Häufige Fragen

Mit der Bewertung nach ATV-K folgt die KZVK einer tarifvertraglich vereinbarten Regelung. Allerdings reicht ein Vermögen, das dem mit den Berechnungsparametern des ATV-K bestimmten Verpflichtungsumfang entspricht, zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus dem Abrechnungsverband S nicht aus. Aus heutiger Sicht sind besonders die Zinserwartungen des ATV-K und die Annahmen zur Biometrie nicht mehr angemessen.

Wird das Arbeitsverhältnis beendet, endet auch die Pflichtversicherung bei der KZVK. Die bis dahin erworbene Rentenanwartschaft bleibt dem Versicherten in jedem Fall erhalten. Das Versicherungsverhältnis wird dann beitragsfrei weitergeführt. Hat der Versicherte bis dahin mindestens 120 Umlage-/Beitragsmonate zurückgelegt, kann sich die Anwartschaft noch weiter erhöhen. Erwirtschaftet die KZVK Überschüsse, kann sie Bonuspunkte an die Versicherten verteilen. Tritt der Rentenfall ein, zahlt die KZVK die Betriebsrente. Für einen Rentenanspruch muss die Wartezeit von 60 Beitrags-/Umlagemonaten erfüllt sein. Die Rentenanwartschaften aus den Arbeitnehmeranteilen sind sofort unverfallbar.

Wird das Arbeitsverhältnis beendet, endet grundsätzlich auch die freiwillige Versicherung. Diese kann jedoch auf Antrag weiter fortgeführt werden. Hierfür gilt eine dreimonatige Ausschlussfrist. Damit die Frist nicht versäumt wird, enthält der Erstantrag der freiwilligen Versicherung bereits den Antrag auf Fortführung. Dieser steht unter dem Vorbehalt des Widerrufs. Das bedeutet, die versicherte Person kann sich auch noch nach Ablauf von drei Monaten dazu entscheiden, die Versicherung weiter fortzuführen. Hierfür muss kein neuer Versicherungsantrag gestellt werden. Falls keine weiteren Beiträge mehr eingezahlt werden, wird die freiwillige Versicherung beitragsfrei gestellt. Die Rentenanwartschaft bleibt dabei in vollem Umfang erhalten.

Das Referenzentgelt ist eine versicherungsmathematische Rechengröße, die von den Tarifvertragsparteien auf 1.000 Euro festgelegt wurde. Das Bruttojahresentgelt der versicherten Person wird durch das Referenzentgelt geteilt und erhält dadurch eine Gewichtung. Zusammen mit dem Altersfaktor dient das Referenzentgelt der Ermittlung der Versorgungspunkte.

Der Messbetrag ist eine versicherungsmathematische Rechengröße, mit der Versorgungspunkte in eine Betriebsrente umgerechnet werden. Er beträgt vier Euro. Die Summe aller Versorgungspunkte multipliziert mit dem Messbetrag ergibt die Betriebsrente der versicherten Person in der Pflichtversicherung.

Der Finanzierungsplan zum Finanzierungsbeitrag wies die zum Zeitpunkt seiner Ausgestaltung bestehende Differenz zwischen dem Barwert der Verpflichtungen und dem Vermögen im Abrechnungsverband S aus. Nicht berücksichtigt wurden bei den Verpflichtungen die beitragsfrei Versicherten ohne erfüllte Wartezeit. Die Differenz ist die finanzökonomische Deckungslücke.

Ab 1. Januar 2005 können Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung stufenweise steuerlich als Sonderausgaben abgesetzt werden. Daher ist für gesetzliche Renten ein Besteuerungsanteil an die Stelle des Ertragsanteils getreten. Dies ist ein fester Prozentsatz, mit dem die Jahresbruttorente besteuert wird. Die Höhe dieses Prozentsatzes ist abhängig vom Jahr des Rentenbeginns. Der verbleibende Teil der Rente ist steuerfrei. Dieser Steuerfreibetrag wird für jeden Rentnerjahrgang auf Dauer festgeschrieben. Die Festschreibung gilt ab dem zweiten Rentenbezugsjahr und verhindert, dass sich für Rentnerinnen und Rentner mit Rentenbeginn im selben Jahr zu unterschiedlichen Monaten abweichende Freibeträge ergeben. Mit dem Steuerfreibetrag wird der Rentenanteil berücksichtigt, der auf bereits versteuerten Beiträgen beruht.

Bereits gezahlte Beiträge oberhalb der Teilstundungsangebote für die Finanzierungsbeiträge bis einschließlich 2018 werden ab 2020 auf den neuen Angleichungsbeitrag angerechnet. Ein Finanzierungsbeitrag wird im neuen Finanzierungssystem nicht mehr erhoben.

Soziale Komponenten sind Versorgungspunkte, die Pflichtversicherten aus sozialen Aspekten gutgeschrieben werden, ohne dafür eine Arbeitsleistung erbracht zu haben. Dies geschieht mit der Zurechnungszeit bei Erwerbsminderung oder in der Hinterbliebenenversorgung. Zusätzliche Punkte werden auch während einer Elternzeit oder des Mutterschutzes gutgeschrieben. Zu den sozialen Komponenten zählen auch erhöhte Versorgungspunkte in Altersteilzeitfällen mit Beginn vor dem 1. Januar 2003. Die Aufstockung der Startgutschrift aus dem Gesamtversorgungssystem ist in bestimmten Fällen ebenfalls eine soziale Komponente.

Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung erfolgen aus bereits versteuertem Einkommen. Beiträge zur Zusatzversorgung können ebenfalls aus versteuertem Einkommen resultieren. Damit es im Rentenfall nicht zu einer Doppelbesteuerung kommt, bleibt das angesparte Kapital steuerfrei. Lediglich der Ertrag aus den Zinsen der eingezahlten Beiträge muss versteuert werden (Ertragsanteil). Die Höhe des Ertragsanteils ist abhängig von der Rentenart und vom Lebensalter der Rentnerin oder des Rentners zu Rentenbeginn.