Häufige Fragen

Ab 1. Januar 2005 können Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung stufenweise steuerlich als Sonderausgaben abgesetzt werden. Daher ist für gesetzliche Renten ein Besteuerungsanteil an die Stelle des Ertragsanteils getreten. Dies ist ein fester Prozentsatz, mit dem die Jahresbruttorente besteuert wird. Die Höhe dieses Prozentsatzes ist abhängig vom Jahr des Rentenbeginns. Der verbleibende Teil der Rente ist steuerfrei. Dieser Steuerfreibetrag wird für jeden Rentnerjahrgang auf Dauer festgeschrieben. Die Festschreibung gilt ab dem zweiten Rentenbezugsjahr und verhindert, dass sich für Rentner mit Rentenbeginn im selben Jahr zu unterschiedlichen Monaten abweichende Freibeträge ergeben. Mit dem Steuerfreibetrag wird der Rentenanteil berücksichtigt, der auf bereits versteuerten Beiträgen beruht.

Soziale Komponenten sind Versorgungspunkte, die Pflichtversicherten aus sozialen Aspekten gutgeschrieben werden, ohne dafür eine Arbeitsleistung erbracht zu haben. Dies geschieht mit der Zurechnungszeit bei Erwerbsminderung oder in der Hinterbliebenenversorgung. Zusätzliche Punkte werden auch während einer Elternzeit oder des Mutterschutzes gutgeschrieben. Zu den sozialen Komponenten zählen auch erhöhte Versorgungspunkte in Altersteilzeitfällen mit Beginn vor dem 1. Januar 2003. Die Aufstockung der Startgutschrift aus dem Gesamtversorgungssystem ist in bestimmten Fällen ebenfalls eine soziale Komponente.

Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung erfolgen aus bereits versteuertem Einkommen. Beiträge zur Zusatzversorgung können ebenfalls aus versteuertem Einkommen resultieren. Damit es im Rentenfall nicht zu einer Doppelbesteuerung kommt, bleibt das angesparte Kapital steuerfrei. Lediglich der Ertrag aus den Zinsen der eingezahlten Beiträge muss versteuert werden (Ertragsanteil). Die Höhe des Ertragsanteils ist abhängig von der Rentenart und vom Lebensalter des Rentners zu Rentenbeginn.

Mit Zulagen und Steuervorteilen fördert der Staat den Aufbau der zusätzlichen Altersversorgung. Wird das eingezahlte Kapital für andere Zwecke verwendet, liegt eine schädliche Verwendung vor. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn

  • eine Auszahlung von mehr als 30 Prozent des eingezahlten Kapitals aus dem Riester-Vertrag erfolgt. Die Satzung der KZVK sieht Kapitalauszahlungen jedoch nicht vor. Ausgenommen hiervon sind die Abfindungen von Kleinbetragsrenten. Diese gelten nicht als schädliche Verwendung.
  • Zulagenberechtigte oder Rentner in ein Land außerhalb der Europäischen Union bzw. des Europäischen Wirtschaftraumes umziehen.

Im Falle einer schädlichen Verwendung werden sowohl die Zulagen als auch die Steuervorteile von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen zurückgefordert.

Nachgelagerte Besteuerung bedeutet, dass Einkünfte aus Renten in voller Höhe der Einkommensteuerpflicht unterliegen. Im Gegenzug dazu werden die Beiträge zur Altersversorgung in der Erwerbs- und Ansparphase von der Einkommensteuer freigestellt.

Bis 2004 wurden Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung mit dem so genannten Ertragsanteil versteuert. Dieser Ertragsanteil ist abhängig vom Alter bei Rentenbeginn.

Zum 1. Januar 2005 wurde die Besteuerung von Vorsorgeaufwendungen und Altersbezügen durch das Alterseinkünftegesetz neu geregelt. Seitdem wird in der gesetzlichen Rentenversicherung schrittweise bis zum Jahr 2040 zur nachgelagerten Besteuerung übergegangen.

Seit 2005 sind Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zu mindestens 60 Prozent steuerlich absetzbar. Dieser Anteil steigt jährlich um zwei Prozentpunkte. Ab dem Jahr 2025 sind die Beiträge bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro vollständig abziehbar. Im Gegenzug dazu steigt seit 2005 der Anteil der Rente, der zu versteuern ist. Ab 2040 sind gesetzliche Renten komplett zu versteuern.

An die KZVK gezahlte Beiträge sind bis zu einer Höchstgrenze steuerfrei, die im Einkommenssteuergesetz festgelegt ist. Rentenanteile, die aus diesen steuerfreien Beiträgen resultieren, sind in der Auszahlungsphase voll steuerpflichtig. Das Gleiche gilt für Riester-Renten, da deren Beiträge in der Ansparphase mit Zulagen und gegebenenfalls mit steuerlichem Sonderausgabenabzug gefördert werden.

Zusatzversorgungspflichtiges Entgelt ist grundsätzlich der steuerpflichtige Arbeitslohn. Steuerfreie Lohnbestandteile, die im Rahmen einer Brutto-Entgeltumwandlung gewährt werden und fiktives Entgelt im Krankheitsfall, sind ebenfalls zusatzversorgungspflichtiges Entgelt.

Nicht zum zusatzversorgungspflichtigen Entgelt zählen zum Beispiel Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen und Krankengeldzuschüsse. Welche Entgeltarten pflichtig und welche frei sind, kann der Entgeltliste entnommen werden.

Kalendermonate, für die Mutterschutzzeiten zu berücksichtigen sind, werden auf die Wartezeit der Versicherten angerechnet. Das heißt, dass mit den Mutterschutzzeiten ggf. die für Leistungen der Kasse erforderliche Wartezeit von 60 Umlage-/Beitragsmonaten erfüllt werden kann. Des Weiteren kann die Berücksichtigung des zusätzlichen Entgelts für die Mutterschutzzeiten auch Auswirkungen auf die Höhe der Anwartschaft oder Betriebsrente haben.

Der Altersfaktor ist abhängig vom Alter des Versicherten. Er berücksichtigt die Verzinsung der Beiträge in der Anspar- und Auszahlungsphase sowie biometrische Daten. Je jünger ein Versicherter ist, desto länger können seine Beiträge gewinnbringend angelegt werden. Dies wird durch höhere Altersfaktoren berücksichtigt. Zusammen mit dem Referenzentgelt dient der Altersfaktor der Ermittlung der Versorgungspunkte. Die Altersfaktoren sind in einer Altersfaktorentabelle hinterlegt.

Altersfaktoren der Betriebsrente

Altersfaktoren der freiwilligen Zusatzrente

Für die Bearbeitung wird ein Nachweis (Kopie reicht aus) benötigt, aus dem der Beginn und das Ende der Mutterschutzzeiten vor und nach der Geburt entnommen werden können. Geeignete Nachweise hierfür sind

  • ein Versicherungsverlauf der gesetzlichen Rentenversicherung oder
  • ein Nachweis der Krankenkasse oder des Arbeitgebers über Beginn und Ende des Mutterschutzes (z. B. über die Zahlung des Mutterschaftsgeldes oder des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld).

Mutterschutzzeiten im Sinne der § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes werden in der Zusatzversorgung nur dann berücksichtigt, wenn sie während eines versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses zurückgelegt wurden. War eine Mutter während der Mutterschutzzeiten nicht pflichtversichert, so kann eine Berücksichtigung in der Zusatzversorgung nicht erfolgen. Mutterschutzzeiten, die während einer Elternzeit für ein vorheriges Kind oder während eines Sonderurlaubs zurückgelegt wurden, können nicht berücksichtigt werden.