Häufige Fragen

Ja, bei Riester-Zulagen sind Fristen zu beachten. Der Antrag sollte spätestens zum Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Beitragsjahr bei der KZVK eingereicht sein. Der Zulagenantrag für 2016 ist beispielsweise spätestens bis zum 31. Dezember 2018 zu stellen. Der für 2017 bis spätestens 31. Dezember 2019. Der Antrag für 2018 kann bis spätestens 31. Dezember 2020 eingereicht werden.

Anspruch auf Betriebsrente besteht, wenn bei Eintritt des Versicherungsfalles die Wartezeit erfüllt ist. Diese beträgt 60 Umlage- bzw. Beitragsmonate. Der Versicherungsfall tritt ein, wenn der Versicherte Anspruch auf gesetzliche Alters- oder Erwerbsminderungsrente hat. Die Rentenanwartschaften aus den Arbeitnehmeranteilen sind sofort unverfallbar.

In der freiwilligen Versicherung ist der Bezug einer gesetzlichen Rente nicht in allen Fällen erforderlich. Dort kann der Versicherungsfall der Altersrente auch auf einen Antrag eintreten. Dies ist frühestens mit Vollendung des 62. Lebensjahres möglich.

Der Arbeitgeber zahlt für seinen Mitarbeiter einen zusätzlichen Beitrag, wenn

  • für Ihn jeweils im Dezember 2001 und Januar 2002 eine zusätzliche Umlage nach der am 31. Dezember 2001 gültigen Kassensatzung gezahlt wurde,
  • das monatliche zusatzversorgungspflichtige Entgelt (ZV-Entgelt) einschließlich der Jahressonderzahlung das 1,133-fache der Entgeltgruppe 15 Stufe 6 TVöD/VKA übersteigt und
  • das Beschäftigungsverhältnis seit dem 31. Dezember 2001 nicht unterbrochen wurde.

Höhe des zusätzlichen Beitrages 

Grenzbetrag in €Gültigkeitszeitraum
Tarifgebiet
  7.173,70

1. März 2016 -
31. Januar 2017

bundeseinheitlich
  7.342,281. Februar 2017 -
28. Februar 2018
bundeseinheitlich
  7.554,471. März 2018 -
31. März 2019
bundeseinheitlich
  7.766,661. April 2019 -
31. Dezember 2019
bundeseinheitlich
11.376,77

1. März 2016 -
31. Januar 2017

West im Zuwendungsmonat
10.326,00

1. März 2016 -
31. Januar 2017

Ost im Zuwendungsmonat
11.265,261. Februar 2017 -
28. Februar 2018
West im Zuwendungsmonat
10.284,331. Februar 2017 -
28. Februar 2018
Ost im Zuwendungsmonat
11.466,181. März 2018 -
31. März 2019
West im Zuwendungsmonat
10.488,621. März 2018 -
31. März 2019
Ost im Zuwendungsmonat
11.788,231. April 2019 -
31. Dezember 2019
West im Zuwendungsmonat
11.064,381. April 2019 -
31. Dezember 2019
Ost im Zuwendungsmonat

Das über dem Grenzbetrag liegende zusatzversorgungspflichtige Entgelt wird bei der Berechnung des Zusatzbeitrages mit dem 3,25-fachen Wert berücksichtigt.

Ehegatten und Kinder eines Versicherten sind über die KZVK mitversichert. Verstirbt der Versicherte bzw. Rentner, haben seine Hinterbliebenen einen Anspruch auf Hinterbliebenenrente. Die Höhe dieser Rente richtet sich nach dem Rentenanspruch des Verstorbenen zum Zeitpunkt des Todes. Falls der Versicherte noch keine Rente bezog, wird sein Anspruch fiktiv berechnet.

Der überlebende Ehegatte erhält abhängig vom eigenen Alter eine kleine oder große Witwen-/Witwerrente. Einfluss auf die Rentenart haben ebenfalls ein eigener Rentenbezug sowie vorhandene Kinder. Die kleine Witwen-/Witwerrente beträgt 25 Prozent, die große 55 Prozent der (ggf. fiktiven) Rente des Verstorbenen.

Minderjährige Kinder erhalten Halbwaisenrente in Höhe von 10 Prozent bzw. Vollwaisenrente in Höhe von 20 Prozent der Rente des Verstorbenen. Anspruch auf Waisenrente über das 18. Lebensjahr hinaus besteht bis längstens zum 25. Lebensjahr, wenn das Kind

  • sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet,
  • ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder einen Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstegesetz leistet oder
  • behindert ist.

Die Waisenrente ruht während des gesetzlichen Wehr- oder Zivildienstes. Wurde eine Schul- oder Berufsausbildung wegen des Wehr- oder Zivildienstes unterbrochen, kann sich dadurch der Anspruch auf Waisenrente über das 25. Lebensjahr um die Dauer des geleisteten Dienstes verlängern.

In vielen Fällen liegen der KZVK Köln nicht die vollständigen Informationen vor, ob und wann Zeiten des gesetzlichen Mutterschutzes während einer Pflichtversicherung zurückgelegt worden sind. Da somit Beginn und Ende der Schutzfristen nicht immer bekannt sind, können die Zeiten nicht automatisch berücksichtigt werden. Daher muss die Berücksichtigung der Mutterschutzzeiten für Zeiten vor dem 1. Januar 2012 von den Versicherten und Rentnerinnen beantragt werden.

Die Zusatzversorgung für Beschäftigte im kirchlich-karitativen Bereich im Beitrittsgebiet wurde erst zum 1. Januar 1997 eingeführt. Daher war eine Versicherung erst ab diesem Zeitpunkt möglich. Versicherungszeiten der Rentenversicherung oder Zusatzversorgung der ehemaligen DDR vor 1997 wurden in die gesetzliche Rentenversicherung überführt. Sie werden dort bei der Rente berücksichtigt.

Wird das Arbeitsverhältnis beendet, endet auch die Pflichtversicherung bei der KZVK. Die bis dahin erworbene Rentenanwartschaft bleibt dem Versicherten in jedem Fall erhalten. Das Versicherungsverhältnis wird dann beitragsfrei weitergeführt. Hat der Versicherte bis dahin mindestens 120 Umlage-/Beitragsmonate zurückgelegt, kann sich die Anwartschaft noch weiter erhöhen. Erwirtschaftet die KZVK Überschüsse, kann sie Bonuspunkte an die Versicherten verteilen. Tritt der Rentenfall ein, zahlt die KZVK die Betriebsrente. Für einen Rentenanspruch muss die Wartezeit von 60 Beitrags-/Umlagemonaten erfüllt sein. Die Rentenanwartschaften aus den Arbeitnehmeranteilen sind sofort unverfallbar.

Wird das Arbeitsverhältnis beendet, endet grundsätzlich auch die freiwillige Versicherung. Diese kann jedoch auf Antrag weiter fortgeführt werden. Hierfür gilt eine dreimonatige Ausschlussfrist. Damit die Frist nicht versäumt wird, enthält der Erstantrag der freiwilligen Versicherung bereits den Antrag auf Fortführung. Dieser steht unter dem Vorbehalt des Widerrufs. Das bedeutet, der Versicherte kann sich auch noch nach Ablauf von drei Monaten dazu entscheiden, die Versicherung weiter fortzuführen. Hierfür muss kein neuer Versicherungsantrag gestellt werden. Falls keine weiteren Beiträge mehr eingezahlt werden, wird die freiwillige Versicherung beitragsfrei gestellt. Die Rentenanwartschaft bleibt dabei in vollem Umfang erhalten.

Das Referenzentgelt ist eine versicherungsmathematische Rechengröße, die von den Tarifvertragsparteien auf 1.000 Euro festgelegt wurde. Das Bruttojahresentgelt des Versicherten wird durch das Referenzentgelt geteilt und erhält dadurch eine Gewichtung. Zusammen mit dem Altersfaktor dient das Referenzentgelt der Ermittlung der Versorgungspunkte.

Der Messbetrag ist eine versicherungsmathematische Rechengröße, mit der Versorgungspunkte in eine Betriebsrente umgerechnet werden. Er beträgt vier Euro. Die Summe aller Versorgungspunkte multipliziert mit dem Messbetrag ergibt die Betriebsrente des Versicherten in der Pflichtversicherung.