Glossar

Bei einem Eheversorgungsausgleich werden alle während der Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechte zwischen den Ehepartnern aufgeteilt. Zu den Versorgungsanrechten zählen zum Beispiel Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung, der Beamtenversorgung, der betrieblichen Altersversorgung oder bei privaten Lebensversicherungen. Bei der Aufteilung gilt der Grundsatz der Halbteilung. Halbteilung bedeutet, dass jedes einzelne in der Ehezeit erworbene Anrecht genau zur Hälfte auf beide Ehepartner aufgeteilt wird. Unter Ehezeit wird beim Versorgungsausgleich der Zeitraum vom ersten Tag des Monats, in dem die Ehe geschlossen wurde, bis zum letzten Tag des Monats vor Zustellung des Scheidungsantrages verstanden. Durch den Ausgleich erhalten die Ehegatten grundsätzlich eigene Versorgungsansprüche gegenüber den jeweiligen Versorgungsträgern.

Die KZVK erteilt daher im Scheidungsfall dem Familiengericht Auskunft über die Anrechte aus der Pflichtversicherung und der freiwilligen Versicherung. Das Familiengericht überträgt per Beschluss die Hälfte der Anrechte wertgleich auf den Ehegatten. Für den ausgleichsberechtigten Ehegatten, also denjenigen, der Anrechte übertragen bekommt, wird bei der KZVK ein eigenes Versicherungskonto eingerichtet. Aus diesem zahlt die KZVK im Leistungsfall eine eigene Rente. Die Anrechte des ausgleichsverpflichteten Ehegatten, also desjenigen, der Anrechte übertragen muss, werden entsprechend gekürzt.

Sind beide Ehegatten bei der KZVK versichert, wird kein neues Versicherungskonto eingerichtet. In diesem Fall werden die Anrechte lediglich miteinander verrechnet.

Wird bei der KZVK ein Versorgungsanrecht aus der freiwilligen Versicherung an den ausgleichsberechtigten Ehegatten übertragen, kann dieser die Versicherung mit eigenen Beiträgen weiterführen und damit seine Anwartschaft erhöhen.

Nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Anspruch auf Elternzeit gegenüber ihrem Arbeitgeber. Voraussetzung hierfür ist, dass sie ihr Kind selber betreuen und erziehen und mit diesem in einem gemeinsamen Haushalt leben. Der Anspruch auf Elternzeit besteht bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eines Kindes. Die Elternzeit kann von jedem Elternteil allein oder von beiden Elternteilen gemeinsam genommen werden. Bei mehreren Kindern besteht für jedes Kind ein eigener Anspruch. Dies gilt auch, wenn sich die Zeiträume überschneiden. Während der Elternzeit darf die Erwerbstätigkeit nicht mehr als 30 Wochenstunden betragen.

In der Zusatzversorgung können für jedes Kind, für das Elternzeit beantragt wurde, Versorgungspunkte gutgeschrieben werden. Voraussetzung für die soziale Komponente ist, dass das Arbeitsverhältnis wegen der Elternzeit ruht. In diesem Fall werden Versorgungspunkte angerechnet, die sich bei einem zusatzversorgungspflichtigen Entgelt von 500 Euro monatlich ergeben würden. Damit die Versorgungspunkte korrekt berücksichtigt werden können, ist die Elternzeit bei den Jahresmeldungen vom Arbeitgeber entsprechend zu kennzeichnen. Detaillierte Informationen zu den Meldeschlüsseln sowie Meldebeispiele sind in den  Musterfällen zur Abwicklung des Meldeverkehrs zu finden.

Regelt im Bereich der Kapitalanlage in welcher Größenordnung Anlagen (z. B. Anleihen oder Namenstitel) eines bestimmten Wirtschaftssubjekts (z. B. Unternehmen, Staat) erworben werden dürfen. Abhängig von der Kreditwürdigkeit und weiteren Faktoren wird die Größenordnung der möglichen Investmentvolumina definiert.

Betriebliche Altersversorgung liegt auch dann vor, wenn eine Versorgungszusage des Arbeitgebers durch Entgeltumwandlung finanziert wird. Bei der Entgeltumwandlung vereinbaren der Arbeitgeber und die beschäftigte Person, dass diese auf einen Teil ihrer Bezüge verzichtet. Stattdessen erhält die beschäftigte Person vom Arbeitgeber eine wertgleiche Zusage auf betriebliche Altersversorgung. Dazu kann der Arbeitgeber zugunsten der beschäftigten Person bei der KZVK eine freiwillige Versicherung abschließen. Der nicht ausgezahlte Teil des Arbeitslohns fließt als Beitrag in die freiwillige Versicherung ein. Die sich daraus ergebende Rente sagt der Arbeitgeber der beschäftigten Person als betriebliche Altersversorgung zu.

Umgewandelt werden können nur künftige Entgeltansprüche aus dem laufenden Entgelt oder Einmalzahlungen. Formen der Entgeltumwandlung sind die Brutto-Entgeltumwandlung und die Netto-Entgeltumwandlung.

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit die über die Pflichtversicherung gegebene Zusage auf betriebliche Altersversorgung aufzustocken. Dazu zahlt der Arbeitgeber neben den Beiträgen in die Pflichtversicherung zusätzliche Beiträge in die freiwillige Versicherung ein. Die sich aus den Beiträgen ergebende Rentenleistung sagt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer als erhöhte Versorgungszusage zu. Damit unterstützt er seinen Mitarbeiter beim Aufbau seiner Altersversorgung. Eine erhöhte Versorgungszusage kann auch erteilt werden, wenn keine Versicherungspflicht besteht.

Die Ausrichtung der Kapitalanlage der KZVK erfolgt entlang ethischer, nachhaltiger und Governance-Anforderungen (ESG). Die Abkürzung ESG steht konkret für die Begriffe Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung).

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