Glossar

Die Beitragsbemessungsgrenze ist der Höchstbetrag, bis zu dem die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung erhoben werden. Das Bruttoentgelt, das die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, ist beitragsfrei. Die Beitragsbemessungsgrenzen werden jährlich von der Bundesregierung für die alten und neuen Bundesländer festgelegt.

Die Pflichtversicherung wird zur beitragsfreien Versicherung, wenn der Versicherte vor Eintritt des Versicherungsfalles aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Die bei Eintritt der Beitragsfreiheit erworbene Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung bleibt erhalten. Der Versicherte selbst wird zum Versicherungsnehmer, kann die Versicherung aber nicht mit eigenen Beiträgen weiterführen. Während der beitragsfreien Versicherung kann sich die erreichte Anwartschaft nur durch eine Überschussbeteiligung weiterentwickeln. Eine Beteiligung an den Überschüssen erfolgt nur, wenn bei Eintritt der Beitragsfreiheit bereits 120 Kalendermonate mit Umlagen oder Beiträgen erreicht sind.

Eine freiwillige Versicherung wird beitragsfrei, wenn der Versicherte die Beitragszahlung einstellt. Die bis zu diesem Zeitpunkt erworbene Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung bleibt in voller Höhe erhalten.

Rentenanteile ausBesteuerung in der AnsparphaseBesteuerung in der Rentenphase
Besitzstand
(Ansprüche bis 2001)
pauschal versteuertErtragsanteil

65. Lebensjahr - 18 %

67. Lebensjahr - 17 %

Pflichtversicherung
(Ansprüche ab 2002)
soweit steuerfreisteuerpflichtig100 %
Pflichtversicherung
(Ansprüche ab 2002)
pauschal oder individuell versteuertErtragsanteil

65. Lebensjahr - 18 %

67. Lebensjahr - 17 %

Beispiel: Rentenbeginn mit dem 67. Lebensjahr

ZusatzversorgungRentesteuerpflichtig
aus dem Gesamtversorgungssystem (pauschal versteuert)200 €34 € (17 %)
aus dem Punktemodell (steuerfrei)300 €300 € (100 %)
gesamt500 €334 €

Arbeitgeber, die ihre versicherungspflichtigen Beschäftigten bei einer Zusatzversorgungkasse versichern. Im kommunalen Bereich werden diese Arbeitgeber Mitglieder genannt.

Die betriebliche Altersversorgung umfasst Leistungen, die ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer im Alter, bei Erwerbsminderung oder im Todesfall für seine Hinterbliebenen aus Anlass seines Arbeitsverhältnisses zusagt. Es gibt verschiedene Wege, die betriebliche Altersversorgung durchzuführen (Durchführungsweg). Gesetzlich geregelt ist die betriebliche Altersversorgung im Betriebsrentengesetz. Begleitend gibt es Vorschriften im Einkommensteuer- und Sozialversicherungsrecht, die die betriebliche Altersversorgung staatlich fördern.

Die Betriebsrente aus der Pflichtversicherung und die freiwillige Zusatzrente aus der freiwilligen Versicherung sind betriebliche Altersversorgung.

Gesamtsumme der Aktiva und Passiva einer Bilanz.

Die KZVK berücksichtigt versicherungsmathematische Annahmen zu den Wahrscheinlichkeiten Langlebigkeit, Tod und Invalidität.

Das Blockmodell ist eine Form der Altersteilzeit. Hierbei wird die Altersteilzeit in zwei gleiche Beschäftigungsphasen unterteilt. In der ersten, der sogenannten Arbeitsphase, bleibt die wöchentliche Arbeitszeit ungekürzt. In der zweiten Phase, der Freistellungsphase, wird die beschäftigte Person von ihrer Arbeitsleistung freigestellt. Während beider Phasen wird das vom Arbeitgeber aufgestockte Teilzeitentgelt (so genanntes Altersteilzeitentgelt) gezahlt.

Erwirtschaftet die KZVK Überschüsse, kann sie diese als Bonuspunkte an die Versicherten verteilen. Die Bonuspunkte erhöhen die spätere Rentenleistung. Bonuspunkteberechtigt sind alle am Ende des laufenden Geschäftsjahres Pflichtversicherten für das vorangegangene Geschäftsjahr. Beitragsfrei Pflichtversicherte erhalten Bonuspunkte, sofern sie bei Beginn der beitragsfreien Versicherung mindestens 120 Beitrags-/Umlagemonate zurückgelegt haben. In der freiwilligen Versicherung nehmen Versicherte immer an der Bonuspunkteverteilung teil.

Nach dem Betriebsrentengesetz haben Beschäftigte einen Anspruch auf Entgeltumwandlung. Im Rahmen der Brutto-Entgeltumwandlung werden Teile des künftigen Bruttoarbeitslohns in betriebliche Altersversorgung umgewandelt. Diese Beträge werden vom Arbeitgeber direkt vom Bruttolohn abgezogen und in eine freiwillige Versicherung bei der KZVK eingezahlt. Dadurch mindert sich der steuer- und sozialversicherungspflichtige Lohn der beschäftigten Person. Abhängig von der Höhe des Lohns fallen weniger Lohnsteuern und Sozialabgaben an.

Beiträge an die KZVK können bis zu einer Grenze von acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze West in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei und bis zu vier Prozent sozialversicherungsfrei eingezahlt werden. Im Jahr 2021 sind demnach 6.816 Euro steuerfrei und 3.408 Euro sozialversicherungsfrei.