KZVK Geschäftsbericht 2019

Geschäftsbericht 2019 59 GLOSSAR IHRE KZVK LAGEBERICHT JAHRES- ABSCHLUSS Beitragseinnahmen werden voraussichtlich weiter steigen Die erwartete Entwicklung der Zahl der Pflichtversicherungsverhältnisse, die erwartete Gehaltsentwicklung der Pflichtversicherten sowie die beschlossene Beitragssatzanpassung ab 01. Januar 2020 von 5,8 Prozent auf 6,0 Prozent im Abrechnungsverband G führen dazu, dass insgesamt weiter steigende Beitrags­ einnahmen erwartet werden. Als aktuarielle und juristische Vorbedingung für die zum 01. Januar 2020 erfolgte Zusammenlegung der Abrechnungsverbände P und S zu einem gemeinsamen Abrechnungsverband G wird ein zusätzlicher Angleichungsbedarf, für Verpflichtungen aus der Zeit der Gesamtversorgung (bis 31. Dezember 2001/Abrechnungsverband S) ermittelt, der in Form jährlicher Angleichungsbeiträge voraussichtlich auf sieben Jahre befristet erhoben wird. Zu Beginn der Erhebung der Angleichungsbeiträge werden jedoch noch Guthaben aus retrospektiv als Überzahlungen zu wertenden Finanzierungsbeitragszahlungen aus den Vorjahren (2016 bis 2018) mit dem Angleichungsbeitrag verrechnet, sodass im Jahr 2020 nicht der volle Beitrag eingezahlt wird. Der Kapitalanlagebestand wird im kommenden Jahr grundsätzlich weiterhin an- wachsen, da die geplanten Beitragseinnahmen und Kapitalerträge in Summe deutlich über den geplanten Rentenleistungen liegen. Die Entwicklung der Markt- werte und deren Einfluss auf die Buchwerte können jedoch je nach Intensität und Nachhaltigkeit der Kursrückgänge bis Jahresende das Bild noch maßgeblich prägen. Eine nennenswerte Erhöhung des Nettoertrags der Kapitalanlagen wird angesichts der Coronakrise und vor dem Hintergrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus nicht erwartet. Voraussichtlich werden somit die Erträge insgesamt nicht ausreichen, die höheren Aufwendungen, insbesondere aus der Erhöhung der Leistungsverpflichtungen, zu kompensieren. Allerdings wird aufgrund eines Sondereffekts durch die einmalige bilanzielle Berücksichtigung des gesamten Angleichungsbedarfs in der Deckungs- rückstellung im Jahr 2020 ein deutlicher Jahresüberschuss erwartet. Ohne diesen Sondereffekt wäre erneut mit einem Jahresfehlbetrag zu rechnen. Köln, 09. April 2020 Der Vorstand Dr. Ulrich Mitzlaff Dr. Oliver Lang Christian Loh (Vorstandsvorsitzender)

RkJQdWJsaXNoZXIy MjM3MjE=